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Segeltörn Holland - Friesland

Diesmal zu Wasser anstatt zu Lande ging die Fahrt nach Lemmer, Ausgangspunkt für unseren 4-tägigen Segeltörn am Ijselmeer. Doch da ich schon 15 Jahre nicht mehr wackeligen Boden betreten habe und meine Segelkenntnisse erst wieder aufgefrischt gehörten, beschränkten wir die Segelei auf die Binnengewässer und Kanäle, von denen es in Holland unzählige gibt. Bereits zu Anfang im Langesloot kommt man in den Genuss der Bezahlung des teilweise noch üblichen Brückengeldes von 2€, der Brückenwart lässt hierzu beim Passieren der Brücke an der Angel, im richtigen Moment, gekonnt einen Holzschuh in Richtung Boot schwingen. In Bruchteilen einer Minute muss dann gezielt das Geldstück im Holzschuh verschwinden und nach Möglichkeit nicht im Wasser! Aber mit etwas Übung und Entschlossenheit...

 

Jedenfalls liefen wir anfangs unter Motor, später, als der Wind es zuließ, unter Segel über das Slotermeer und Woudsend nach Heeg, unserem ersten Ziel. So langsam gewöhnte sich auch der Körper an die schwankende Materie und die zweite Nacht auf dem Boot verbrachten wir ruhend wie ein Stein, bei so viel frischer Luft und Sonne kein Wunder. Der kommende Tag kündigte eher bescheidenes Wetter an, dafür aber ordentlich Wind und so konnten wir etliche Meilen unter Segel machen, über den Princess Margriet Kanaal, der Hauptschifffahrtsader, durch das Sneeker Meer bis nach Grouw und schließlich bis zum Princenhof in Feanen, einem Labyrinth gleichend schlängeln sich die mehr oder minder breiten wie flachen Kanäle durch das Naturschutzgebiet, wo es sich prima Vögel beobachten lässt. Ohne Karte verliert man dort leicht die Orientierung! Schilf und ruhiges Gewässer bedeuten aber auch Mücken, was dem Genuss unserer famosen Tunfischnudeln leider ein frühzeitiges Aus im Freien bescherte und ein Rückzug unter Deck erforderte.

 

Am kommenden sonnigen Tag schipperten wir leider unter Motor, da Gegenwind, zurück Richtung Lemmer, diesmal aber über Seitenkanäle und kleine Seen, die zumindest ab und an das Rausholen des Segels unter Kreuzen ermöglichten, bis nach Langweer am Langweerder Wielen. Das Gewässer ist dort so flach, dass nur in etlichen Kehren der Hafen erreicht werden kann. Irgendwie ulkig, wenn man auf einem großen See theoretisch einfach aussteigen könnte ins Wasser und noch stehen kann!

 

Viele Brücken gabs auch am nächsten Tag zum Passieren, die meisten ohne lange Wartezeiten. Nur eine Brücke raubte uns die kostbare Zeit, die Autobahnbrücke zwischen Joure und Lemmer. Da wird doch tatsächlich die Autobahn bei Bedarf für die Schiffahrt ein paar Minuten gesperrt und einfach hochgeklappt. Auch sonst ist Friesland so anders, die kleinen Häuser, die blonden Menschen, viele Kinder, man hat nicht einen Autoabstellplatz, sondern einen Bootanlegeplatz vor seinem Haus,...und noch vieles Me(e)hr!

 

 

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Patricia Neuhauser

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