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Schneeschuhwandern Alp Flix und Parsonz

Der Wettergott war uns dieses Wochenende mal wieder gnädig (wir haben ja auch brav unsere Teller aufgegessen;-). Wolkenlos der Samstag, der Sonntag beim obligatorischen Blick aus dem Fenster nach dem Aufwachen bietete uns zwar noch Schneegestöber, doch beim Losmarschieren zeigte der wolkenverhangene Himmel bereits erste blaue Lücken und riss bis zum Ende der Tour ganz auf. 

 

Die Alp Flix Runde von Sur verzaubert. Sie versetze uns Drei zunächst ins Schnaufen, später dann nur noch ins pure Staunen: ein Schneemeer so weit das Auge reicht. Unverspurte Fussballfelder reihen sich aneinander, da lacht das Schneeschuhgeherherz. Denn wer legt nicht gerne seine eigene, kreative Spur in den Schnee? Mühelos gleitet es sich durch das funkelnde Meer, knirschend bricht der Schnee unter den Schuhen zusammen. Dazu der fantastische Ausblick vom Plateau auf die mit Schneefahnen bestückten, frisch verschneiten Gipfel. 

 

Wir wandern mit der Sonne im Gesicht, ein Grinser über beide Ohren. Zur Halbzeit lehnen wir uns dicht an die wärmenden Holzbalken eines Almstadls und lassen die Seele baumeln. Kinder Country, getrocknete Mangoschnitze, Müsliriegel und Co. wandern in unsere Mägen, der dampfende Tee wärmt von Innen.

 

Immer weiter streifen wir über sanfte Hügel und weiche Mulden. Bis zum Berghaus Platta, wo die zweite Einkehr des Tages, auf der Sonnenterasse, auf uns wartet. Bündner Nusstorte, heissi Schoggi, Gerstlsuppn, irgendwie schmeckts heut dreifach gut:-)

 

Gestärkt für den Rückmarsch läuft es sich auch gleich besser. Oder ist es, dass es nur noch bergab geht? Jedenfalls rollen wir leichtfüssig ins Tal, die Rodelbahnserpentinen immer wieder über schöne Hänge abkürzend. 

 

 

Dass die Alp Flix Tour nicht mehr zu toppen ist, wussten wir zwar schon, doch auch der Sonntag brachte nochmals wunderbare Meter im frischen Weiss. Lichte Lärchenwälder warten rund um die Cresta da Lai, elegant durchpflügt zu werden. Wir passieren gepflegte, kleine Holzhaussiedlungen, stapfen durch tiefsten Pulver, schlängeln uns in langen Serpentinen die Steigungen hinauf. Doch dann das böse Erwachen, unser Schneeschuhtrail endet bei einer Aprés-Ski-Bar, direkt an der Piste des Savogniner Skigebietes. Ein krasser Kontrast! Zuerst die Stille und Friedlichkeit, dann schallert der schräge Sound uns entgegen, gefolgt vom Pommesfettgeruch...

 

Wir machen auf der Stelle kehrt und verlegen unsere Rast auf ein windgeschütztes Plätzchen bei einer kleinen Häuseransammlung. Auch wenn ab und an der Wind die Musik des Aprés-Pavillon herüberträgt, unsere Pausen-Idylle wird dadurch nur kaum beeinträchtigt. Als Wolken die Sonne verhüllen machen wir uns auf den Rückweg, abermals durchkämmen wir unberührten Schnee, erfreuen uns am mühelosen Dahingleiten. Die tieferstehende Sonne wirft bereits lange Schatten, es wird frischer.

 

Dass wir das traumhafte Wochenende bei einer weiteren Schoggi auf der Sonnenterasse ausklingen lassen, versteht sich von selbst. Die Sonne ist einfach das Lebenselixier Nr.1, oder?

 

 

 

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