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Skitour auf die westliche Eisentalerspitze

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass ich zusammen mit meinen Freundinnen aus der Innsbrucker Studienzeit auf Skitour gewesen bin. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt und so konnten wir Martinas Besuch verbinden mit einer Skitour auf halbem Wege und zusätzlich noch Johanna mit ins Boot nehmen. Das Skigebiet Sonnenkopf oberhalb Wald a.Arlberg bot uns ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Skitourentag mit Fokus auf Abfahrtsmetern und genügend Zeit zum Ratschen.

 

Um 24€ gibts ein Tourengeherticket, nicht gerade ein Schnäppchen, aber der Arlberg ist nicht umsonst bekannt. Also greifen wir einmal tief in die Tasche und lassen uns zeit- und kraftsparend hinauf befördern ins Skigebiet. Mit einer minimal kurzen Abfahrt vom letzten Lift taucht man auch schon ein ins Freeridegelände. Wir montieren die Felle und latschen der Aufstiegsspur nach zur Scharte westlich der Omesspitze, die 300Hm sind rasch absolviert und so stehen wir mit 3 weiteren Freetourern dort oben und begutachten unsere Möglichkeiten im Eisental. Vielversprechende Abfahrtsspuren von beiden Gipfeln der Eisentalerspitzen machen die Entscheidung nicht leichter, doch schliesslich fällt die Wahl auf die westliche Eisentalerspitze, bietet sie doch einen besonnten Aufstieg in Kombination mit herrlich pulvrigen Abfahrtsmetern.

 

Ziemlich überraschend gestaltet sich sogar die Abfahrt von der Scharte als Perle, die kalten Temperaturen der letzten Tage haben den Pulverschnee sogar auf der Südseite konserviert. Wir halten uns immer rechts im Abfahrtssinne, so reihen sich schöne Schwünge aneinander in noch fluffigem Tiefschnee. Es ist fast wolkenlos mittlerweile, unsere anfänglichen Bedenken wegen des Hochnebels, haben sich in Luft aufgelöst. Wir fellen ein zweites Mal an und folgen der Aufstiegsspur Richtung westlicher Eisentalerspitze. Mich überrascht, dass auf der Einsattelung rund 30m unterhalb des höchsten Punktes Schluss ist. Typisch Freerider und Powdergeier, dem Gipfel wird keine Beachtung geschenkt, nur die Abfahrtsmeter zählen. 

 

Wir beschliessen trotzdem einen Angriff zu starten, auch wenn Maulwurfsarbeiten und Klimmzüge an den Skistöcken, um einen weiteren Meter Anstieg dem Gipfel abzugewinnen, von Nöten sind. Eine brutale Wühlerei im aufgeweichten, grundlosen Schnee. Doch wir geben nicht auf und erreichen schliesslich durchgeschwitzt den höchsten Punkt, die westliche Eisentalerspitze. Das Panorama ist grossartig, vor allem, weil ich die umliegenden Berge so ganz und gar nicht zuordnen kann. 

 

Zur Abfahrt ist wohl kaum etwas hinzuzufügen, ausser genial schön. Ok, der untere Teil auf der Forststrasse nach Langen kann nicht überzeugen und auch das fast einstündige Warten auf den Bus um wieder zur Talstation der Sonnenkopfbahn zu gelangen, reist mich nicht vom Hocker, aber wenn man die Abfahrtsmeter in Relation zu den Aufstiegsmühen setzt, dann erklärt sich schnell die Beliebtheit des Eisentales...

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