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Trailrun zur Fornohütte

Der Anstieg zur Fornohütte beherbergt die Vorzüge beider Regionen, dem Engadin und dem Bergell, quasi ein Hybrid, das mit dem lieblichen Grün und den darin eingebetteten Seen (Lägh da Cavloc und Bittabergh) des Engadins lockt, sowie mit Granitriesen und felsigen Landschaften des Bergell. Geländegängig muss der Trailrunner oder Wanderer schon sein, sonst ist ab der Verzweigung auf Höhe Plan Canin Schluss. Und trotzdem findet das Läuferherz jede Menge wunderbare Laufmeter, anfangs zunächst entlang der Strasse zur Alp Cavloc (oder mit etwas Umweg entlang von schönen Trails im Wald über den Lägh da Bitabergh). Später dann bis zu eben genannter Weggabelung bei Plan Canin, wo Flow das Hauptschlagwort ist. 

 

Hinein ins Fornotal führt der rot-weiss markierte, sehr gut angelegte Hüttenzustieg durch Blockfelder, entlang eines trockenen Bachbetts und bis an den Fuss der grauen Gletscherzunge. Das Auge muss sich stark auf den Weg konzentrieren und findet kaum Zeit die umliegenden Granitberge zu bestaunen. Dafür bietet sich ein ausgiebiger Halt auf der Fornohüttenterrasse bei gutem Wetter an. Geschickt navigiert der Pfad die Moräne hinauf, zwischen Granitplatten hindurch, Steilstufen ausgehend, so dass wir doch tatsächlich mit etwas Anstrengung bis zur Hütte joggen können. Denn die kurzen steilen Abschnitte werden immer wieder von flacheren Traversen zum Verschnaufen abgelöst.

 

Was dann allerdings nicht mehr richtig laufbar ist, ist die Runde über den Panoramaweg zurück. Auch wenn er mit rot-weiss gekennzeichnet ist, blau-weiss hätte ihm besser gestanden. Blöcke über Blöcke, farbenfroh durchwürfelt, aber kibbelig und ohne Pfadspur, an der sich das Auge orientieren könnte. Vielmehr sucht man nach den Markierungsstangen und roten Farbtupfern an Felsblöcken, die jedoch in grosser Anzahl angebracht wurden. Unser eigentlicher Plan, dem Monte del Forno einen Besuch abzustatten, mussten wir wegen den prognostizierten Gewittern am Nachmittag verwerfen. Dass es dann doch noch schön und ohne Regenschauer blieb, freute uns umso mehr und mit dem klaren Cavloc See am Taleingang fanden wir eine gute Alternative um die Seele baumeln zu lassen als weiter die Füsse zu schinden.

 

 

Facts:

  • Maloja. Am südlichen Ende, kurz bevor die Passkehren anfangen, gibt es einen kostenlosen, grossen Parkplatz.
  • 22km/1250Hm
  • rot/weisse Wanderwege zur Fornohütte, wobei der obere Weg, der Panoramaweg, eher einem blau-weissen gleicht
  • Beiz am Lägh da Cavloc
  • Gipfeloption: Monte del Forno (blau-weiss)

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Patricia Neuhauser

 

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