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Walliser Wispile

1982. Mein Baujahr und gleichzeitig die Höhenangabe zur Walliser Wispile. Ein guter Jahrgang, ähhh, eine gute Höhe. Besonders im Hochwinter, besonders, wenn andernorts weiter oben der Sturm tobt. Oder die Lawinengefahr keine größeren Abenteuer zulässt. Und ganz besonders herausragend nach Neuschneefällen. Ich liebe diesen kleinen Gupf zwischen Lauenen und Gsteig mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. Traversen und Überschreitungen sind sein Metier, von denen ich euch die schönsten im Nachfolgenden gerne vorstellen werde:

 

Lauenen - Chrine - Abfahrt Gsteig über Alp Vorderi Wispile

Vermutlich das Schmuckstück. Die Piste neben dem Schlepplift in Lauenen ist schnell bewältigt, danach folgt Ruhe und Einsamkeit. Auch wenn die Tour häufig begangen ist, die grossen Massen sucht man vergebens. Durch tierverschneiten Wald hinauf zur Chrine, später entlang des Rückens oder auf der anderen Seite über wunderbare Nordwesthänge hinauf zum Kamm nordöstlich von P. 1886. Nicht nur einmal durfte ich diesen Winter eine Spur im tiefen Schnee über diese sanften, mit lichtem Baumbestand bestückten Nordwesthänge legen. Ein Genuss für jeden Spur-Freak! Bei den Alphäusern Hinderi Wispile weitet sich der Ausblick. Die markanten Berge um den Sanetsch treten hervor, aber auch das dunkle, mächtige Spitzhore zieht die Blicke auf sich. Wer Zeit hat, verweilt am besten hier, denn das Panorama vom Gipfel, der sich kaum abhebt, ist nicht besser. Es besteht sogar die Gefahr, je nach Tageszeit und Jahreszeit, dass er im Schatten des Spitzhore liegt. 

Die Abfahrt nach Gsteig ist durchaus abfahrtsorientiert für so einen "flachen" Berg. Eine Wedelspur nach der anderen reit sich zur Alp Vorderi Wispile auf und auch danach gibt es immer wieder noch schöne Hänge mit genügend Gefälle um seine Spuren ziehen zu können. Von Gsteig fährt stündlich ein Bus nach Gstaad zurück, die gute Anbindung mit dem öffentlichen Verkehr macht aus dieser Überschreitung der Walliser Wispile eine runde Sache.

 

Lauenen - Chrine - Abfahrt Inneri Dürri bzw. Brandsberg

Wäre das Fahrsträsschen Richtung Lauenensee nicht, würde diese Runde einen Pluspunkt mehr erhalten. So aber muss man sich öfters mit aperen oder steinigen Strassenverhältnissen begnügen und seine Ski tragen oder den alten Steinski mitnehmen. Der Aufstieg über die Chrine ist eigentlich immer dem Anstieg auf dem Strässchen vorzuziehen. Selbst wenn man ein weiteres Tourenziel im Fokus hat (wie das Chlys Hüri), lohnt der "Umweg" über die Chrine und eine der Abfahrten (Brandsberg bzw. Inneri Dürri). 

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Patricia Neuhauser

 

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