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Spitzhore Überschreitung

von Gsteig b. Gstaad nach Lauenen b. Gstaad

 

Das Spitzhore, eine imposante Berggestalt von der Lauener Seite aus. Düster und mächtig und so schön nach oben spitz zulaufend geformt. Da musste ich einfach einmal rauf. Zu empfehlen ist unsere Überschreitung von der Gsteiger Seite zur Lauenen Seite hin, da so die ersten 850 Höhenmeter nach Wahl mit dem Seilbähnli zurückgelegt werden können. Und die Crux, die brüchige Verschneidung im Anstieg zum Südgrat, im Aufstieg begangen wird. Ausserdem wartet unten am Lauenensee das Seebeizli mit frischem Heidelbeerkuchen. Die Route ist grossteils gut ausgetreten bzw. mit Steinmännchen markiert. Auf der West-, wie auch auf der Ostseite. Das hätte ich so nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass wir am 01. August dort oben Gipfel und Aussicht ganz alleine für uns haben sollten. Eine gute Wahl also.

 

Fasziniert haben mich auch die verschiedenen Farbtöne entlang des Aufstiegs. Grüntöne durchsetzt mit gelben und violetten Farbtupfern der bunten Blumen. Dazwischen fast schneeweisse Wasserrillenplatten im Kalkfels, gefolgt von ockerfarbenen Schuttfeldern und dunkelschwarzen Zacken und Grattürmen. In der Ferne die letzten Gletscherreste. Und dann so viel Wasser im Abstieg, das vom Gältegletscher im Gälteschutz tosend zu Tale stürzt. Beeindruckend diese Vielfalt, aber auch, dass diese Gegend nicht so überlaufen ist.

 

Bei einem Plättli mit Panache und anschliessendem Heidelbeerkuchen mit Kaffee lassen wir auf der doch recht gut besuchten Sonnenterrasse den Tag ausklingen. Das Publikum im Gastgarten, gewöhnungsbedürftig, aber angenehm (man merkt dann halt doch die Nähe zu Gstaad;-))

 

Infos Route:

Start bei Bushaltestelle Gsteig b. Gstaad Dorf - Sanetsch - Dürrseeli -Spitzhore

Abstieg über Ostgrat/-rücken

ca. T5, Schlüsselstelle befindet sich im Anstieg in der SW-Flanke zum Südgrat des Spitzhore, eine Verschneidung/Rampe mit viel Schutt auf den Felspartien. Mit der nötigen Vorsicht (Steinschlag vermeiden) aber gut zu begehen (I). Durchgängig gute Wegspur vom Sanetsch bis zum Gipfel.

Auch im Abstieg über den Ostrücken durchgängig Wegspuren, eine Passage von ca. 50m über Platten könnte heikel sein bei Nässe.

Bus fährt ab Lauenensee nach Gstaad retour.

 

 

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Patricia Neuhauser

 

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