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Satura im Bisisthal

Heute sollte es endlich mal klappen mit Eisklettern, nachdem wir letzten Sonntag vergeblich auf Eissuche in der Taminaschlucht waren...

 

Wer gute Winterreifen, Allrad oder Ketten hat fährt direkt hinauf ins Sali im hintersten Bisisthal. Wir müssen leider draußen parken beim Gasthof Schwarzenbach, bereits die erste Kurve schmeißt uns aus dem Rennen. Zum Glück treffen wir auf zwei Skitourengeher, die uns im Auto mitnehmen, so sparen wir uns 1 Stunde Gehzeit, die faulen Eiskletterer...

 

Satura liegt in einem kleinen Kessel, landschaftlich recht reizvoll mit Blick auf die andere Talseite. Der Top 50 Fall (laut Eiskletterführer Schweiz Ost) besteht aus mehreren Stufen, so dass fast überall hinausgequert bzw. hineingequert werden kann. Zunächst startet man mit 2 kleinen 5m Stufen, fein zum Einklettern. Noch fließt viel Wasser, überall kluckerts und blubberts.

 

Dann folgt die Crux-Seillänge, eigentlich nur mit 80Grad angegeben, allerdings mit den momentanen Verhältnissen recht spannend: über Blumenkohle kämpft man sich in eine Verschneidung, die röhriges Eis beheimatet. Zwar nicht so schlecht zum Klettern, doch die Absicherung ist eher von der heikleren Sorte. Doch Harry meistert die Seillänge bravourös. 

 

Ich bin mit der nächsten kurzen Steilstufe an der Reihe, wieder eher röhriges Eis mit vielen Lufteinschlüssen, doch 3 Schrauben finden Platz und schonen meine Vorstiegsnerven. Danach folgt entspanntes Softeis und ein langer Hatscher im Schnee hinauf zur nächsten Stufe. 

 

Wir nähern uns dem letzten fulminanten Aufschwung, leider tropfts dort mehr als üblich, besser gesagt, ein richtiger Wasserschwall stürzt zu Boden. Ich erreiche tropfnass das Hintere der imposanten Höhle mit den Säulen. Gigantisch die Formen, welche sich hier aufgebaut haben: weiß, grau, blau, bizarre Blumenkohle und Eislamellen, das Wasser des mittleren Falles stürzt auf einen Pool und höhlt ihn stetig aus. Ich fühle mich wie im Wellness-Paradies, nur etwas kälter:-) eine Brodelküche aus eisigem H2O, fantastisch!

 

Wir entscheiden uns auf einem Band hinauszuqueren, die letzte Stufe scheint unmöglich. Der rechte Zapfen ist bereits mittig abgebrochen und die mittlere Säule besteht aus röhrig-knisterndem Eis, sicher kein Plaisirklettern. Und wir waren beim ersten Aufschwung schon mehr als gefordert. Aber vielleicht baut sich der Fall noch auf? Wir hoffen auf einen 2. Versuch im Wellnesstempel Bisisthal...

 

 

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